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Die Geschichte der “Kultur” Heidelbeere
Kultur-Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum)
in Deutschland stammen von den nordamerikanischen
Wildformen ab und sind keine "hochgezüchteten"
heimischen Waldheidelbeeren.
Anfang der dreißiger Jahre hat der deutsche Botaniker Dr.
Heermann ihre Anbaueignung in unseren Gebieten
überprüft. Nach den guten Erfolgen nahm er auch die
züchterische Bearbeitung auf.
1962 legte Wilhelm Dierking sen. (www.dierking.de) in der
Lüneburger Heide, erstmals außerhalb Amerikas, ein
Versuchsfeld mit allen verfügbaren Sorten an.
Dierking ist heute einer der größten Pflanzenzüchter
Europas. Neben den Nord- amerikanischen werden auch
Neusee- ländische Sorten in Lizenz vermehrt.
Außerdem gehört Dierking zu den Pionieren des Cranberry-
Anbaus in Deutschland
In Dankbarkeit errichtete Wilhelm Dierking im Jahre 1978 in
seiner Plantage ein Denkmal, das die Namen der bedeutenden
Blueberry-Pioniere trägt - allen voran Miss Elizabeth White.
(Foto mit freundlicher Genehmigung der Familie Dierking)
Der Boden als Grundlage:
Die Kultur-Heidelbeere benötigt als Standort einen leichten, humosen Boden. Der ph-Wert sollte unter 4,7 liegen. Die Wurzel
der Pflanze lebt in Symbiose mit einem Pilz, der die Nährstoffe des Bodens umsetzt. Bei zu hohem ph-Wert stirbt dieser Pilz ab.
... und woher kommen die Waldheidelbeeren?
... eine Sage:
Vor undenklicher Zeit kniete Sankt Gangolf, der stille
Klausner, auf dem Gangolfsberg in inständigem Gebete,
den Rosenkranz in den Händen, in der von ihm erbauten
Kapelle, für die Armen und Verlassenen um Hilfe flehend.
Ringsum in den Siedlungen der rauhen Rhön herrschte die
größte Not und bitterste Armut. Die Feldfrüchte wollten
nicht gedeihen. Als einziges Obst wuchs nur der Holzapfel
in dieser unwirtlichen Gegend. Selbst ein armseliger
Eremit, hat Sankt Gangolf nur durch Trostworte das
Gottvertrauen in die Hütten tragen können.
Doch fand sein Gebet eines Tages Erhörung von der Mutter
des Allerhöchsten. Erbarmungsvoll stieg sie herab vom
Altar der Gangolfskapelle, in den schneeweißen Händen
die schwarzglänzenden Perlen des Rosenkranzes tragend.
So ging sie durch die ausgedehnten Wälder der Rhön und
streute die 59 Körner auf weiter Fläche verteilend umher.
Aus den schwarzen Körnern sprossen die Heidelbeeren in
Mengen, so dass die Not ein Ende nahm.
Seit jener Zeit vermehrten sich diese edlen Pflänzchen
millionenfach und die Vögel tragen den Samen von hier
aus in entfernte Gegenden unseres Vaterlandes wo
ebenfalls bittere Not herrschte.
(Gefunden auf der Seite: www.oberelsbach-online.de)